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Hospiz: in Würde sterben
Mit dem Begriff "Hospiz", mit der Arbeit der "Hospizbewegung" können viele Menschen nichts anfangen. Dabei betrifft das Thema jeden einzelnen, unsere ganze Gemeinschaft sowie unser Gesellschafts- und Staatswesen. Die Hospizbewegung kümmert sich um die Schwächsten unter uns, um diejenigen, die allzu oft alleine gelassen werden - weil sie sterben müssen. Man muss sich nur umschauen in seiner Umgebung: Oft sind es alte Menschen, die in irgendwelchen Heimen, ans Krankenbett gefesselt, auf den Tod warten. Kaum jemand kümmert sich um sie, weil Tod und Sterben in unserer Leistungsgesellschaft keinen Platz haben. Das ist unwürdig. Artikel 1 unseres Grundgesetzes lautet: "Die Würde des Menschen ist unantastbar". Das gilt auch für Sterbende!
Als Mitglied der Grundsatz-Kommission „Ethik und Recht in der modernen Medizin" und besonders als Landesvorsitzende des Bayerischen Hospizverbandes, setzt sich Barbara Lanzinger dafür ein, dass Sterbende, würdevoll behandelt und nicht allein gelassen werden. „Jeder Mensch hat Würde vom Lebensanfang bis zum Lebensende", ist sie überzeugt, „und gerade heute müssen wir unheimlich aufpassen, dass uns dieses Bewusstsein nicht entgleitet."
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